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Erzgebirgische Mundart

„Oh Arzgebirg wie bist du schie!“ – sagte schon vor vielen Jahren der bekannte erzgebirgische Dichter und Sänger Anton Günther. Auch heute noch ist er in aller Munde, an den sogenannten Hutzenabenden werden die Anekdoten, Lieder und Gedichte von Anton Günther vorgetragen. Zur Erinnerung an ihn befindet sich unweit des Oberwiesenthaler Marktplatzes ein Gedenkstein.

Die erzgebirgische Sprache zaubert Gästen und Besuchern stets ein Lächeln ins Gesicht. Zahlreiche erzgebirgische Dichter und Liedermacher, wie z. B.  Anton Günther, Hans Siegert, Arthur Schramm, Stefan Dietrich (Saaflob), Günther Pollmer, Luise Pinc, Max Tandler oder Christian Friedrich Röder, beweisen dies mit ihren lustigen Texten und Musikstücken im erzgebirgischen Dialekt. Besonders auffällig sind die vielen Verniedlichungen wie z. B. Guschl (Mund), Raachermannel  (Räuchermann), Tichl (Tuch), die jedoch von Ort zu Ort unterschiedlich sein können.

Für nicht Erzgebirger ist es anfangs sehr schwierig mit der Verständlichkeit, trotz der Ähnlichkeit zum sächsischen Dialekt. Aber „arzgebirgisch“ wird meist nur untereinander geredet, also keine Angst.

Probieren Sie doch mal Ihr Können auf erzgebirgisch aus. Hier ein Liedtext von Anton Günther:

Vergaß dei Haamit net!

Vergaß dei Haamit net! Su singt jeds Vögele.
Vergaß dei Haamit net! Su rauscht der Wald.
Es heilt der Storm ons zu in kalter Winterschzeit:
Vergaß dei Haamit net, dort is dei Halt!
Fest stieh zen Volk, der Haamit trei,
su wolln mir Arzgebirger sei!

Jeds Blümel wos do blüht, der Wind daar drüberzieht,
on's Bachel rauscht ons immer haamlich zu:
Vergaß dei Haamit net! Denk a de Gongezeit,
wie du derham gelücklich warscht on fruh!
Fest stieh zen Volk, der Haamit trei,
su wolln mir Arzgebirger sei!

Als letzten Abschiedsgruß ruft noch der Vater nooch,
wenn's Kind verloßen muß es Elternhaus:
Vergaß dei Haamit net, on ehr dei Mottersproch!
Mog's komme wie's när will, horch, halt fei aus!
Fest stieh zen Volk, der Haamit trei,
su wolln mir Arzgebirger sei!

Wächst aah när Gros dort drubn, is aah der Winter lang,
sei doch de Barg vull Wälder frisch on grü.
Vergaß dei Haamit net, wenn's noch su aafach is,
denn in der Haamit is doch immer schie!
Fest stieh zen Volk, der Haamit trei,
su wolln mir Arzgebirger sei!

Drüm Leit ven Arzgebirg, blebbt aafach, racht on fest,
wie onnre Wälder drubn of grüner Flur.
On loßt ons alle Zeit echt deitsche Brüder sei
on gabt en Handschlog drauf zen alten Schwur:
Fest stieh zen Volk, der Haamit trei,
su wolln mir Arzgebirger sei

Quelle: www.anton-guenther.de

 

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Anthon Günther
Anthon Günther

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