
Schon vor dem Jahre 1400 war das jetzige Unterwiesenthal vorhanden (Wizinthal 1406 - Niederes Wiesenthal 1557 - Altwiesenthal 1559).
Sein Wappen spielt mit dem Kreuz zwischen zwei Kleeblättern und drei Baumblättern im unteren Feld auf ein altes Heiligenkreuz, welches sich in der damaligen Zeit in mitten von Wiesen, Kleefeldern und dichten Wäldern befand, an (nach Chronist Flader) und gibt damit ein Abbild der Umgebung dieser Siedlung.

Das Gebiet von Oberwiesenthal wird 1406 erstmalig urkundlich erwähnt. Zinnseifner, Häusler, Handwerker (Mühlenarbeiter) besiedelten das Gebiet. 1526 wurden am Fichtelberg von Valentin Thanhorn Silbergänge entdeckt, und es entstand "Groß-Hoffnung in Wiesenthal, ein mächtig Erz zu hauen" (aus dem Bergreigen von 1545).
Am 22.4.1527 erließen die Grundherren von Schönburg auf Waldenburg und Glauchau 10 Artikel, die als Stadtgründungsurkunde gelten können. Der rot-silberne Schild der Schönburger, gehalten von zwei Bergleuten in weißer Knappentracht, darunter das "Gezähe" (Werk zeug des Bergmannes) - bei Dilich auf dem "Sigilium Civitatis Prate Vallensis" zusätzlich von einem Regenbogen mit Gottvater auf der Erdkugel überspannt - weisen auf die Gründung der neuen Bergstadt: Neustadt - Neustadt im Wiesenthal Oberwiesenthal.

Im Jahre 1921 wurden Unter- und Oberwiesenthal zu Oberwiesenthal (mit Stadtteil Unterwiesenthal) vereinigt (ab 1935 Kurort Oberwiesenthal). Diese Vereinigung wurde durch eine Kombination der beiden Wappen symbolisiert.
Zusammengestellt von Joachim Kunze
nach Dr. Sieber ("Von Annaberg nach Oberwiesenthal"), Flader ("Ehrengedächtnis") und Festschriften (1927, 1955)
